Wellenfliegen Schwarzwald

Hallo zusammen,

immer wenn es im Herbst / Winter kalt wird, gleichzeitig aber die Sonne scheint, werden manche von uns nervös. Dies sind die klassischen Anzeichen für eine Ostwindwetterlage und diese erlaubt schöne Wellenflüge im Schwarzwald.

So war es auch dieses Mal. Am Freitag Nachmittag war absehbar, dass der Samstag gut wird. Christoph und ich haben schnell versucht einen Flugplatz zu finden, wo wir geschleppt werden können und hatten Erfolg. In Musbach sollte geschleppt werden und wir dürfen spontan vorbei kommen.

Also haben wir nach dem Werkstattabend den Flieger fertig gemacht, haben in der Nacht noch Sauerstoff bei Fred abgeholt (Danke nochmal) und sind nach einer kurzen Nacht recht zeitig in Richtung Schwarzwald aufgebrochen.

Ab jetzt ging alles reibungslos. Flieger aufgebaut, auf den Schlepper gewartet und nachdem die lokalen Flieger sicher in der Welle waren sind wir auch gestartet.

Der Schlepp ging direkt in die Welle der Hornisgrinde. 2m Steigen! Easy! Danach sind wir in das Murgtal gesprungen, wo ebenfalls eine gute Welle Stand. Diese Tour haben wir mehrfach wiederholt. Da die Wellen allerdings nicht so stark ausgeprägt waren wie erwartet, haben wir uns nicht getraut in den Südschwarzwald zum Feldberg zu springen. Nächstes Mal!

Insgesamt war viel los. Einmal sind wir recht tief im Murgtal angekommen und konnten über uns (2km höher) 13 Flugzeuge in der Murgtalwelle zählen 😉

Das Erlebnis war mal wieder „Mega“. Da sich ein solches Ereignis schlecht mit Worten beschreiben lässt, haben wir euch ein paar Bilder mitgebracht. Viel Spass beim Anschauen und man sieht sich Freitag in der Werkstatt (Da wird das Grinsen wohl immernoch im Gesicht stehen) 😀

Grüße

Christopherus und Dezibus

Sauerstoff einbauen
Dimona
Arcus
L8
Flugzeug
L8
L8
Hornisgrinde 2
Flugzeug im Nebel
Hornisgrnde
Die LL
Das ist Christph, er kann fliegen
Flieger 1.
Angekommen
Welle Blickrichtung Alpen
DG 800 beim Start

Neuer Anstrich für die Werkstatt

Der blauen Holzfassade unserer Werkstatt hat man den Zahn der Zeit ein bisschen angesehen. Zum Teil konnte man schon das ungeschützte Holz durchscheinen sehen. Also dringend Zeit, dass wieder mal etwas Farbe aufgebracht wird.

Diese Arbeit wurde in zwei Samstagsaktionen angepackt und jetzt sieht das Haus zumindest von 2 Seiten wieder richtig gut aus. Eine Klasse Aktion von Marc, Franz, Pavel, Robert, Florian mit Elly, Oliver mit Justus und Conny.

 

Geschichten im Herbst rund um den Mose

Christoph und ich mussten dringend ein Ersatzteil für den Kompass in Bremgarten holen: Wenn Sonne auf den Kompass scheint, trielt er. Kurz vor unserer Landung hat sich der Dunst über Bremgarten dann für uns in fliegbare Bedingungen gewandelt. Nach einem Spaziergang durch das lokale Industriegebiet hatten wir die Dichtung und die Kompassflüssigkeit. Kurz haben wir noch an der Tür zur Meiermotors gestaunt. Und bei schönem Wetter – nicht gestört durch Thermik – ging’s zurück zur Hahnweide.

Eine Woche später wollten Wolfgang und ich Mose fliegen – wir hatten auch ein hübsches Ziel. Auf der Hahnweide sind ausser uns noch mehr Flugwillige im Nebel rumgestanden. Wir haben dann den Anfang gemacht und verkündet, dass wir das mit dem fliegen für diesen Tag sein lassen und auf die Teck wandern. Dort haben wir die Reste der Halle am Sattelbogen in der Nähe des Startplatzes Gelber Fels und das Fundament des Aufzugmotors besichtigt. Die Gleise gibt’s nicht mehr, aber die alte Schneise hat’s Wolfgang angetan. Unter ständiger Rutschgefahr hat er sich in seine gewünschte Fotografierposition vorgetastet. „Archäologen müssen Gefahren in Kauf nehmen“ war seine Ansage. Es ging noch mal gut und wir konnten uns im Burghof stärken. Das hübsche Ziel wird nachgeholt.

Kurz darauf war 100h Kontrolle – diesmal mit dem Schmankerl Schlauch am Einfüllstutzen zum Tank tauschen. D.h. Tank ausbauen und das heißt Sprit ablassen. Ein anstrengende Arbeit für gelenkige Leute. Wir waren zu 5en – Kathi, Stephan, Jürgen, Jochen und ich – die Arbeit lief dadurch so gut, dass wir am gleichen Tag noch unseren Bauprüfer Andreas rufen konnten.

Drei Tage später wechselten Christoph und ich noch das Öl, dann kam der von uns geschätzte Werkstattflug. Die Sicht war hervorragend, wir konnten von der Albkante aus die Alpenkette sehen!

Text und Bilder: woki

 

Der Prüfungsflug – das Unbekannte Wesen

Achim kam in die Werkstatt. Er sah bedrückt aus – sonst ist er immer fröhlich und gut drauf.

Achim, wasch los? frage ich.

Haah – ich habe morgen Prüfungsflug!

Wer isch Dei Briefr?

Maier.

Do brauchsch koi Angschd han – des isch an omgenglichr Moa.

Am Sonntag war dann natürlich trotzdem noch leichte Unruhe bei den Prüflingen zu sehen – es waren zwei vom ACS und Achim, die Wolfgang zu Segelfliegern prüfen sollte. Bei Achim zusätzlich mit F-Schlepp. Während der Wartezeit wurden noch elementare Fragen aufgeworfen: Wie ist der Unterschied zwischen Luftraum G und E? Wie hoch darf man über Nürtingen mit dem Segelflugzeug fliegen? Also die Karten raus und studieren und suchen und finden. Die Flüge gelangen und Wolfgang war, wie wir ihn kennen – gelassen und den Prüflingen freundlich zugewandt.

Alle Prüflinge haben bestanden – herzlichen Glückwunsch! Die ACS’ler hatten den Schein vom Regierungspräsidium Stuttgart zwei Tage später in Händen! Schneller geht’s nicht!

Text und Bilder: woki

 

Ein Wettbewerb in Rieti, Italien

In Rieti, Italien werden jedes Jahr zwei Wettbewerbe im August ausgerichtet, die aufgrund der bekanntermaßen guten Thermik zahlreiche hochkarätige Teilnehmer aus Europa anlocken. Ich träume schon seit ein paar Jahren davon, mal dort zu fliegen. Das Wettbewerbsgebiet umfasst die Apenninen und die Abruzzen, der höchste Berg ist der Gran Sasso mit gut 3000 m. Ich war noch nie dort und habe daher die sichere Variante bevorzugt, mit meinem guten Freund Hanno aus Aalen im Doppelsitzer zu fliegen, der früher oft an der Coppa del Mediterraneo in Rieti geflogen ist. Wir haben den Arcus WT vom Damen-NM-Trainer Martin Theisinger gechartert. Als zweites befreundetes Team ist Abi Kiessling mit Gudrun Bühler (Farrenberg) mit einem Arcus T mitgekommen.

Die Anreise ist weit, über 1000 km haben wir auf zwei Tage verteilt. Wir kamen am Sa 11. Aug. mittags an. Nach einer kurzen Vesper- und Erholungspause haben wir die Flieger montiert und einen ersten Erkundungsflug zum Hausberg Terminillo (2217 m) und dann nach Norden gemacht. Von Hanno bekam ich viele neue italienische Namen von Bergen, Tälern, Städten und Klöstern um die Ohren. Ein zweiter Übungsflug am Sonntag erweiterte den Horizont nach Süden (Abruzzen), wo die Landschaft wild und rauh und dünn besiedelt ist. Ich lernte jede Menge über römische Ansiedelungen, trocken gelegte Hochtäler und die Einsiedeleien des heiligen Franziskus.

Endlich kam der erste Wertungstag und es gab recht gutes Wetter mit einer Neigung zur Überentwicklung. Die Strecke führte weit nach Süden und danach noch ein Stück nach Norden. Die Piloten, die jedes Jahr in Rieti fliegen, haben sich ziemlich ungehemmt an die Hänge geheftet und konnten praktisch alles im Geradeausflug fliegen. Wir hatten ein bisschen Respekt wegen der unlandbaren Täler und sind höher geblieben. Dadurch hat uns am Ende die Überentwicklung noch etwas gebremst und wir waren glatte 30 km/h langsamer als der Tagessieger, aber glücklich.

Die nächsten beiden Tage wurden neutralisiert, eigentlich normalerweise undenkbar für Rieti. Einer der regelmäßigen Rieti-Piloten meinte, dies ist das schlechteste Wetter seit 30 Jahren. Ein Kaltlufttropfen (Höhentief) hatte sich in Sardinien festgesetzt und schaufelte warme, feuchlabile Luft nach Italien. Bis zum Ende der Woche war es immer morgens sonnig, dann eine kurze Phase mit Quellwolken und ab Mittag Schauer und Gewitter, mal früher mal später. Wir schauten uns die Gegend vom Boden aus an, Franziskus-Kloster in Poggio Bustone, Stadtführung Rieti Sotteraneo (Süßwasservenedig) und den Wasserfall Cascade de Marmore, Wanderung zu einer Ruine, Baden im Lago di Piediluco und Kaffee trinken im Dörfchen Labro.

Am Mi wurde wieder neutralisiert, wir sind trotzdem geflogen. Man musste nur schnell genug aus dem Rieti-Tal verschwinden, denn im Norden war gute Thermik. Wir schauten ganz in Ruhe Orvieto und den Trasimeno-See an. Der Rückweg war schwierig wegen der Gewitter. Der Flughafen von Perugia hat einen riesigen Luftraum, der viele früher gebräuchliche Flugwege jetzt unmöglich macht. Bei Lustflügen kann man sich eine Freigabe holen und dann die wenigen noch übrigen Wolken anfliegen. Die Wetterlage blieb die ganze Woche gleich, vor allem der Süden war immer sofort überentwickelt und leider nicht mehr befliegbar. Wir hatten am Do noch eine schöne AAT in das Gebiet westlich von Perugia mit Wenden in Siena und Arezzo, das liegt schon in der Toskana (!) und ich habe von meinem Mitflieger viel darüber gehört, wo welcher gute Wein wächst. Wir waren dieses Mal richtig gut geflogen und auch gut vorangekommen. Leider endete der Flug für fast alle am Flugplatz Terni mit dem Einsatz des Motors.

Auch am Freitag flogen wir nach der Neutralisation auf eigene Faust. Noch ein WT (Sa) wurde in der Luft neutralisiert, wir sind direkt wieder gelandet, weil alles rundherum dunkel und zu war. Andere sind aber auch wieder unter schönsten Wolken bis nach Florenz geflogen, mussten danach quer durch Perugia um heimzukommen. Am letzten Tag gab es nochmal eine kurze AAT, man musste auch dieses Mal wieder bei schlechter Thermik los, im Lee des Terminillo einen kurzen Schlenker nach Süden, dann durch den Regenvorhang nach Norden ins schönere Wetter. Wir haben die Aufgabe geschafft, aber ich hatte die Abfluglinie falsch programmiert, so dass unser Flug nicht gewertet wurde. Aber egal, es war super beeindruckend und hat riesig Spaß gemacht, in Rieti zu fliegen.

 

Saint-Crépin, die Zweite – Kultur

der Boden brauchts
Flugplatz Mont Dauphin

 

Es soll nicht verschwiegen werden – in Saint-Crépin gibt es auch Tage, an denen man mit einem Segelflugzeug nicht weit kommt. Aber die Region ist reich an Ausflugszielen für Bodenprogramme. Es gibt in Argentiere ein Silberbergwerk zu besichtigen, Rafting auf der Durance wird angeboten, auf dem Serre-Ponçon gibt’s Motorboote zu mieten, in Gap kann man Schuhe und mehr kaufen – oder man kann das Kloster Boscodon besichtigen. Die Abtei Notre-Dame de Boscodon wurde ab 1142 von den Mönchen des Chalais-Ordens über 32 Jahre erbaut. Romanisch, wunderschön schlicht – nur ein Schiff und kein Zierrat. Vor etwa 200 Jahren ging das Kloster in private Hände und wurde runtergewirtschaftet – es war als Stall und Scheune benutzt worden.

1972 gründete sich ein Verein zur Erhaltung des Klosters und baute 40 Jahre lang. Der eingestürzte Turm wurde wieder errichtet, der Innenhof mit Kreuzgang und Wirtschaftsgebäude erneuert. Das Dach ist von 1997, 20 Jahre zuvor war es schon mal neu gemacht worden – aber das hat nix getaugt. Irgendwoher kenn‘ ich das. Jetzt sind alle Dächer des Klosters mit Lärchenschindeln bedeckt, immer 3-lagig.

Seit ein paar Jahren gibt es ein Museum, in dem die Baukunst erklärt und Werkzeuge zu sehen sind. Mit Holzklötzen können die Besucher romanische Gewölbebogen aufbauen und die Tragfähigkeit bestaunen. Die Steine im Kloster sind alle gehauen. Erstaunlich ist, dass sogar schwach gekrümmte Gewölbe sich mit unbehauenen Steinen errichten lassen. So wurden die weltlichen Häuser gebaut.

In Boscodon gibt es für die Öffentlichkeit Konzerte und Ausstellungen. Vor drei Jahren gab es die eine faszinierende Installation mit 20000 (in Worten: zwanzigtausend) Papierschwalben. Wenn Ihr genügend Kultur genossen habt, könnt Ihr Euch in dem Bistro nebenan stärken.

Text und Fotos: woki und soki

 

Von Saint-Crépin nach L‘ Alpe d’Huez, ein Ausflug mit der Jodel

Es war vorher zu sehen – der Sportflieger-Club Stuttgart ist wieder nach Saint- Crépin gegangen. Diesmal erzähl‘ ich die Geschichten zeitlich verkehrt herum.

Seit ein paar Jahren hat Fred vom Aéroclub des 4 Valles in Saint-Crépin einen Oldtimer: Jodel D120 mit Continental C90 F14. Fred sagt: als der Motor neu war hatte er 100PS. Der Rumpf ist aus den 60’ern, der Flügel 12 Jahre alt. Mit dieser Jodel wollte ich mitfliegen. Mitfiegen auf den Altiport L‘ Alpe d’Huez. Fred fragte, ob ich Erfahrung mit Spornradflugzeugen hätte – ich wollte aber nicht schulen sondern nur als Passagier mitfliegen. Also Sonntag 8:00 an der Halle.

Fred’s Jodel hat einen Komfortplatz im Hangar: Hallentor aufschieben, zwei Schwellenbleche legen, Jodel rausziehen, Bleche wegräumen, Hallentor zuschieben – fertig. Zum Start ging’s auf die 34. Nach dem Abheben einfach weiter nach N. Für mich mit neuer Perspektive – als Segelflieger sind wir natürlich nie so niedrig über Argentière – halt stimmt nicht: im F-Schlepp bei Nordwind ist’s auch so. Der Flugweg ging an Valloise vorbei auf die Westflanke des Tête d’Amont und den folgenden Spitzen. Der Conti brachte 1m/s Steigen. Bevor ich mit dem Raten über den Flugweg fertig war machte Fred einen Vollkreis, um dann über den Col de L‘ Eychauda zu schlüpfen: 2 429 m Passhöhe. Jetzt fliegen wir nach NW, es geht am Galibier vorbei und über den Col de Lautaret. Nach ein paar Quergräten kommt das Ziel in Sicht. Fred fliegt die 8-förmige Platzrunde über den Platz weit nach SW für die 06. Der Anflug war ruhig – und es sieht alles einfach aus. Ist’s aber garantiert nicht. Die Jodel hat keine Landeklappen oder so neumodisches Zeug, die Piste ist mit dem ebenen Teil 448m lang, 30m breit und hat im Bereich des Aufsetzens 16% Steigung. Im Ausschweben gibt Fred Gas – damit der Schwung auch auf den ebenen Teil reicht. Der Standschub würde nicht reichen.

Jetzt hab‘ ich gedacht, es gibt meinen ersten Kaffee des Tages dort – aber wir sind gar nicht ausgestiegen und gleich wieder gestartet. Vor geschätzt 15 Jahren war ich mit Patrick und Florian mit der Robin schon mal in L‘ Alpe d’Huez. Beim Start den Berg runter – man kann das Ende der Piste sehen und sonst nicht mehr viel – es ist ein besonderes Erlebnis. Nach kürzerer Zeit als sonst abheben – und das Flugzeug fliegt wieder über die zerklüfteten Wiesen, wie wenn’s nichts Besonderes wäre. Etienne vom Aéroclub des 4 Valles in Saint-Crépin ist schon mal dort mit dem Segelflugzeug gelandet – und wieder gestartet. Hinweis von ihm: Beim Start im F-Schlepp müßt Ihr bremsen, damit das Seil nicht überrollt wird.

Zurück durfte ich steuern. Die Jodel hat eine Trimmung am Höhenruder – aber mit bescheidener Wirkung. Über den Winter will Fred mit Patrick die Trimmklappe vergrößern. Diesmal fliegen wir nicht mehr über den Col de la Pisse. Einmal muß ich den Kurs wegen dem Naturschutzgebiet Ecrins korrigieren. Die Jodel rennt jetzt mit 110 Kn. Im Gegenanflug zur 34 gebe ich die Flugzeugführung dann wieder an Fred ab. Die Segelflieger sind gerade am Halle ausräumen – und wir sind mit unserem herrlichen Flug schon fertig. Für mich war es der krönende Abschluß der diesjährigen Flüge in Saint-Crépin. Ich empfehle es zur Nachahmung! Vielen Dank an Fred!

Text und Fotos: woki

JNP Mose und Slingsby 2018

Vor der diesjährigen JNP – oder EASA komform ARC – hatten wir viel zu tun. JNP = Jahresnachprüfung und ARC = Airworthiness Review Certificate. Das neue ELT brauchte einen Schalter am Instrumentenbrett. Das war die Gelegenheit, die Instrumente besser zu sortieren. Dann mußten ein paar Sitzbefestigungen am Sitz und der Aufnahme im Flugzeug geharzt werden: die Camlocks waren ausgerissen. D.h. harzen auf dem Flugplatz in der Halle. Das braucht eine gute Vorbereitung.

Weil für die Reparatur der Stoff runter muß, haben wir die Sitze neu bezogen – und gleich eine aufblasbare Lordosestütze eingebaut.

Bei der Prüfung des Mose wurde gleichzeitig die Slingsby abgenommen. Vielen Dank an die Unterstützer Robert und Florian für Martin. Während Kathi und ich den Mose nach der Prüfung durch Andreas wieder zusammengeschraubt haben, wurde er von Conny und Thomas geschwabbelt. Ich war mit dem Mose so beschäftigt – dass die Fotodokumentation diesmal sehr lückenhaft ist.

Zwei Wochen später hat der Mose dann noch von Hartmut Sammet in Heubach einen neuen Unterbrecher gekriegt. Auf dem Zündverteiler-Prüfstand blitzen die Funken so schön – siehe Bild.

Moseausflug: Wasserkuppe und Burg Feuerstein

Thomas wollte zur Wasserkuppe fliegen, um Selbststarts zur Scheinerhaltung zu machen – und ich bin mitgeflogen. Allzu früh konnten wir nicht loszufliegen – wegen dem Wetter in der Röhn. Aber auf jeden Fall mußten wir vor dem Start des Hahnweide-Wettbewerbs weg sein. Das ging gut – der erste Start des Wettbewerbs war erst halb eins.

Auf der Wasserkuppe wurden wir vom Schulleiter Harald Jörges persönlich empfangen. Er meinte, so einen schönen Flugplatz hätten wir zuhause nicht. Auf der Kuppe ist richtig viel los! Auf jedem Fleck wird anders geflogen. Auf der Asphaltbahn fliegen die Schule – und nach erteilter Genehmigung auch die Besucher. Auf der Asphaltbahn kommen dem nach Osten bergab Startenden landende Segelflugzeuge entgegen! Jenseits der öffentlichen Strasse – mit anderer Startrichtung nach W ist Windenbetrieb und zugehörige Landebahn. Vor dem Fliegerdenkmal starten die Drachenflieger und weiter westlich üben die Gleitschirmflieger. Östlich vom Windenstart ist die Segelfluglandebahn. Ein Stück bergab nach Süden tummeln sich die Modellflieger. Alles geht unaufgeregt nebeneinander her – so locker wie in England. Undenkbar für die Hahnweide.

Während Thomas seine Übungen machte hatte ich genügend Zeit für’s Museum. Hier kann man wunderschöne alte Geräte bestaunen. Hier ein paar, die mich besonders ansprechen:

  • F.S.3 „Besenstiel“ von Ferdinand Schulz, Bj. 1922. 1924 ist er damit 8:42h an der Kurischen Nehrung Weltrekord geflogen. Die ganze Zeit hatte er die Hände an den beiden Steuerstangen, die von oben herab hängen!
  • Vampyr, Entwurf von Georg Madelung, berühmt geworden durch den ersten Stundenflug von Arthur Mertens 1922
  • Reiher von Hans Jacobs 1937, wünderschöner Knickflügler, eingestrakte Haube mit kleinen Einzelfenstern
  • HKS1 V2, Bj. 1954 (Haase-Kensche-Schmetz) mit Laminarprofil und Klappen ohne Spalt (einstückige Flügeloberseite) und Bremsfallschirm
  • einträchtig nebeneinander stehen D36, Phönix, LS1
  • Motorsegler aus einem Bergfalken
  • Kufner mit um den Rumpf rotierendem Propeller
  • und viele Modelle mit Fernsteuerungen und Motoren

Nachdem Thomas mit der ASK – Übung fertig war sind wir weitergeflogen nach Burg Feuerstein. Ein sehr schöner Platz mit Wirtschaft – es gab für uns köstlichen Kaiserschmarrn! Nach der Stärkung sind wir kurz vor Schließung des Platzes in Feuerstein gestartet – wir wollten spät auf die HW kommen, damit wir keinem Wettbewerbsflieger mehr in die Quere kommen.

Es war ein gelungener Ausflug!