Archiv für den Monat: Oktober 2016

Herbstflugtag mit Nebel

Viele motivierte Flieger trafen sich am 31.10.2016 in einer wunderschönen, gruseligen Nebelatmosphäre.

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Da die Sicht nicht besonders flugtauglich war und wir dank dem Einsatz unserer hochmodernen Mobilfunktelefone die Wetterdaten ausgewertet haben, beschlossen wir eine Wanderung hoch auf die Burg Teck zu machen und den ACS die WInde in Ruhe aufbauen zu lassen, bis sich der Nebel verzogen hatte. Dabei wurden wir Zeugen eines wunderschönen Natruschauspiels sowohl im Wald als auch auf der Aussichtsplattform.

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Als Belohnung gab es am „Gipfel“ eine kleine Stärkung, bevor nach gründlichem Studieren der Wetterlage der Abstieg gen Hahnweide angetreten wurde.

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Das Wetter war wunderschön ruhig und eignete sich hervorragend um die Flugsaison entspannt ausklingen zu lassen.

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Lang, lang ist’s her – Rolampont mit der SF25B

Christoph und ich sind mit dem B-Falken D-KATB am 14. Juli 1989 nach Frankreich geflogen. Für mich war’s der erste Flug über die Grenze. Christoph hatte schon einschlägige Erfahrung. Der Plan war, meine Schwester Cornelia und ihre Familie zu besuchen. Sie wohnen in Renève bei Dijon. Die Flugplätze in der Nähe sind Til Chatel – LFET – und Gray.  Gray hat nur Segelflugbetrieb – also Til Chatel.

Am Freitag sind wir auf der Hahnweide gestartet, das mit dem Zoll haben wir über Freiburg und Colmar-Houssen erledigt. Die Etappen waren relativ kurz, die Reichweite des Falken ist nicht üppig – zumindest verglichen mit unserer Grob 109B. 30L gehen in den Tank, das reicht für 350km ohne Reserve. Wir flogen ohne Zusatztank. Erzählt wurde damals in der Szene von einer als Tank gebauten Rückenlehne – naja, so was gibt’s aber bei Vereinsflugzeugen nicht.

In Til Chatel hat uns dann die Flugplatzchefin erklärt, was unsere Möglichkeiten sind. Entweder gleich wieder starten – oder in einer Woche, wenn das Training der französischen Nationalmannschaft im Motorkunstflug beendet ist. Wir hatten – oh Schande – das Notam ihres Platzes nicht gelesen. Meine Schwester war mit dem Auto schon vor Ort – wir hatten schlau von Colmar aus telefoniert – und sie mußte dann 57km bis Rolampont fahren. Warum wir nicht nach Dijon geflogen sind, weiß ich nicht. Wahrscheinlich war irgendwas wegen dem Nationalfeiertag. Es war 200jähriger Nationalfeiertag. Wir Banausen wußten auch das nicht. Zur Geschichtsnachhilfe durften Christoph und ich abends mit zum Festessen in die Renèver Sporthalle, es gab Paella. Jedenfalls waren wir von der Flugplatzchefin durch ihre Rüge deutlich beeinflußt und sie wird uns nach Rolampont geschickt haben.

Der Samstag war gemütlich – Besichtigung von Dijon bei herrlichem Wetter und Genuß der Verpflegung durch Cornelia und Patrick. Sonntags sind wir dann nach Passagierflügen über Colmar wieder zur HW geflogen. Es war ein wunderbarer Ausflug mit viel Unterstützung durch unsere Mitmenschen.

Details zum Flugzeug

In unserem B-Falken war ein Stamo mit 45 PS eingebaut – Basis VW 1500ccm. Diese Leistung hat der Motor aber im Flugzeug nicht, weil er mit Propeller nie auf die Drehzahl für 45 PS kommt, das geht nur in einem Auto. Beim Start hat der B-Falke irgendwas mit 40 PS. Für den Reiseflug kennen wir einen Trick, um 110km/h zu fliegen. Vor meiner Aufklärung durch einen Piloten bin ich immer mit 100 über die Lande gezogen. Der Trick: andrücken bis etwa 120 und langsam wieder auf Hotizontalflug ziehen. Damit kommt der Motor auf eine höhere Drehzahl – im Geradeausflug kommt der Motor mit seiner steilen Drehmomentkurve nie auf 110. Der Verbrauch steigt allerdings von 8 auf 9 L/h.

Inzwischen studieren wir natürlich die Notams und nicht nur die von Deutschland. Oft passiert es ja nicht, dass Flugplätze plötzlich gesperrt sind. Aber es passiert: Speyer kann überflutet sein, Vilshofen auch und Konstanz wird beim Seenachtsfest als Parkplatz benützt. Dieses Jahr wollten Martin und ich in Rerik landen – das ging dann nicht, weil auf der Piste ein Pferd gegrast hat. Das stand aber nicht in den Notams – das war die PPR Auskunft.