Archiv für den Monat: November 2018

Wellenfliegen Schwarzwald

Hallo zusammen,

immer wenn es im Herbst / Winter kalt wird, gleichzeitig aber die Sonne scheint, werden manche von uns nervös. Dies sind die klassischen Anzeichen für eine Ostwindwetterlage und diese erlaubt schöne Wellenflüge im Schwarzwald.

So war es auch dieses Mal. Am Freitag Nachmittag war absehbar, dass der Samstag gut wird. Christoph und ich haben schnell versucht einen Flugplatz zu finden, wo wir geschleppt werden können und hatten Erfolg. In Musbach sollte geschleppt werden und wir dürfen spontan vorbei kommen.

Also haben wir nach dem Werkstattabend den Flieger fertig gemacht, haben in der Nacht noch Sauerstoff bei Fred abgeholt (Danke nochmal) und sind nach einer kurzen Nacht recht zeitig in Richtung Schwarzwald aufgebrochen.

Ab jetzt ging alles reibungslos. Flieger aufgebaut, auf den Schlepper gewartet und nachdem die lokalen Flieger sicher in der Welle waren sind wir auch gestartet.

Der Schlepp ging direkt in die Welle der Hornisgrinde. 2m Steigen! Easy! Danach sind wir in das Murgtal gesprungen, wo ebenfalls eine gute Welle Stand. Diese Tour haben wir mehrfach wiederholt. Da die Wellen allerdings nicht so stark ausgeprägt waren wie erwartet, haben wir uns nicht getraut in den Südschwarzwald zum Feldberg zu springen. Nächstes Mal!

Insgesamt war viel los. Einmal sind wir recht tief im Murgtal angekommen und konnten über uns (2km höher) 13 Flugzeuge in der Murgtalwelle zählen 😉

Das Erlebnis war mal wieder „Mega“. Da sich ein solches Ereignis schlecht mit Worten beschreiben lässt, haben wir euch ein paar Bilder mitgebracht. Viel Spass beim Anschauen und man sieht sich Freitag in der Werkstatt (Da wird das Grinsen wohl immernoch im Gesicht stehen) 😀

Grüße

Christopherus und Dezibus

Sauerstoff einbauen
Dimona
Arcus
L8
Flugzeug
L8
L8
Hornisgrinde 2
Flugzeug im Nebel
Hornisgrnde
Die LL
Das ist Christph, er kann fliegen
Flieger 1.
Angekommen
Welle Blickrichtung Alpen
DG 800 beim Start

Neuer Anstrich für die Werkstatt

Der blauen Holzfassade unserer Werkstatt hat man den Zahn der Zeit ein bisschen angesehen. Zum Teil konnte man schon das ungeschützte Holz durchscheinen sehen. Also dringend Zeit, dass wieder mal etwas Farbe aufgebracht wird.

Diese Arbeit wurde in zwei Samstagsaktionen angepackt und jetzt sieht das Haus zumindest von 2 Seiten wieder richtig gut aus. Eine Klasse Aktion von Marc, Franz, Pavel, Robert, Florian mit Elly, Oliver mit Justus und Conny.

 

Geschichten im Herbst rund um den Mose

Christoph und ich mussten dringend ein Ersatzteil für den Kompass in Bremgarten holen: Wenn Sonne auf den Kompass scheint, trielt er. Kurz vor unserer Landung hat sich der Dunst über Bremgarten dann für uns in fliegbare Bedingungen gewandelt. Nach einem Spaziergang durch das lokale Industriegebiet hatten wir die Dichtung und die Kompassflüssigkeit. Kurz haben wir noch an der Tür zur Meiermotors gestaunt. Und bei schönem Wetter – nicht gestört durch Thermik – ging’s zurück zur Hahnweide.

Eine Woche später wollten Wolfgang und ich Mose fliegen – wir hatten auch ein hübsches Ziel. Auf der Hahnweide sind ausser uns noch mehr Flugwillige im Nebel rumgestanden. Wir haben dann den Anfang gemacht und verkündet, dass wir das mit dem fliegen für diesen Tag sein lassen und auf die Teck wandern. Dort haben wir die Reste der Halle am Sattelbogen in der Nähe des Startplatzes Gelber Fels und das Fundament des Aufzugmotors besichtigt. Die Gleise gibt’s nicht mehr, aber die alte Schneise hat’s Wolfgang angetan. Unter ständiger Rutschgefahr hat er sich in seine gewünschte Fotografierposition vorgetastet. „Archäologen müssen Gefahren in Kauf nehmen“ war seine Ansage. Es ging noch mal gut und wir konnten uns im Burghof stärken. Das hübsche Ziel wird nachgeholt.

Kurz darauf war 100h Kontrolle – diesmal mit dem Schmankerl Schlauch am Einfüllstutzen zum Tank tauschen. D.h. Tank ausbauen und das heißt Sprit ablassen. Ein anstrengende Arbeit für gelenkige Leute. Wir waren zu 5en – Kathi, Stephan, Jürgen, Jochen und ich – die Arbeit lief dadurch so gut, dass wir am gleichen Tag noch unseren Bauprüfer Andreas rufen konnten.

Drei Tage später wechselten Christoph und ich noch das Öl, dann kam der von uns geschätzte Werkstattflug. Die Sicht war hervorragend, wir konnten von der Albkante aus die Alpenkette sehen!

Text und Bilder: woki

 

Der Prüfungsflug – das Unbekannte Wesen

Achim kam in die Werkstatt. Er sah bedrückt aus – sonst ist er immer fröhlich und gut drauf.

Achim, wasch los? frage ich.

Haah – ich habe morgen Prüfungsflug!

Wer isch Dei Briefr?

Maier.

Do brauchsch koi Angschd han – des isch an omgenglichr Moa.

Am Sonntag war dann natürlich trotzdem noch leichte Unruhe bei den Prüflingen zu sehen – es waren zwei vom ACS und Achim, die Wolfgang zu Segelfliegern prüfen sollte. Bei Achim zusätzlich mit F-Schlepp. Während der Wartezeit wurden noch elementare Fragen aufgeworfen: Wie ist der Unterschied zwischen Luftraum G und E? Wie hoch darf man über Nürtingen mit dem Segelflugzeug fliegen? Also die Karten raus und studieren und suchen und finden. Die Flüge gelangen und Wolfgang war, wie wir ihn kennen – gelassen und den Prüflingen freundlich zugewandt.

Alle Prüflinge haben bestanden – herzlichen Glückwunsch! Die ACS’ler hatten den Schein vom Regierungspräsidium Stuttgart zwei Tage später in Händen! Schneller geht’s nicht!

Text und Bilder: woki