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Alpensegelflug vom Feinsten in Sondrio 2017

 

Alle Jahre wieder wird im April die Reise in das Segelfliegerparadies nach Sondrio (Italien) aktuell. So fand sich in diesem Jahr die gleiche Fangruppe des SCS wie im letzten Jahr zusammen, Franz, Fred, Thomas, Bernhard und zeitweise Michael. Und man soll es nicht glauben, das Wetter war wie in den letzten drei Jahren traumhaft gut. Alles war möglich: extreme Strecken (877 km) und Wellenflüge über der Bernina, dem Ortler und dem Matterhorn. Das Teamfliegen wurde ausgiebig gepflegt zum Vorteil und zur Begeisterung der Beteiligten. Es war alles geboten, was Segelfliegen so interessant macht, unter anderem ein Streckenflug zum Millstätter See mit dem phantastischen Panorama der Dolomiten und anschließend ein gelungener, spannender Rückflug in ungewöhnlich tiefen Flughöhen.  Am Abend war bei Osvaldo wieder ein legendäres 5-Gänge-Menu zur Stärkung der Segelflieger gerichtet.                                         Fotos: Franz (GoPro Kamera) und Bernhard (Canon)

 

Mit der SHK in der Luft

Am 27. August durfte ich das Traumflugzeug SHK fliegen. Seit ein paar Monaten ist es in der Obhut des FMH. In meiner früheren Zeit als Segelflieger war das zusammen mit der Ka6E das Flugzeug schlechthin. Die Ka6E hatten wir im Verein – es war mein Lieblingsflugzeug, die SHK war unerreichbar.
Am Samstag war ein super Wetter – und die SHK ist ein wunderbares Flugzeug. Sie steigt so gut wie moderne Flieger – ich war auf 2400m. Und gleitet mit 38 bei 90km/h. Das ist besser als die frühen Standardflugzeuge mit 15m Spannweite waren. Von Tilo hatte ich gehört, die SHK sei einfach zu fliegen. So war’s dann auch – dass hinten ein V-Leitwerk dran ist, merkt man nicht. Und die Fahrwerksbedienung ist leichtgängig. Als ich eingestiegen bin, dachte ich oh, kein Polster auf dem Sitzbrett. Es hat mir nicht gefehlt.
Bis zum Hohenzollern bin ich geflogen – es wäre prächtig weitergegangen, die Wolken haben gelockt – aber es war mein erster Flug. Und da wäre eine Aussenlandung schon ziemlich peinlich gewesen. 4,5 h war ich in der Luft – ohne E-Vario, ohne Navi. Geht gut! Ich habe wie früher im Kopf die erforderliche Höhe zur Hahnweide gerechnet und immer nach den Flugplätzen geschaut. Michael Maier hat das vor vielen Jahren sehr plastisch erklärt: Über jedem Flugplatz kann man innerhalb eines Trichters fliegen – und immer problemlos zurückfliegen. So einen Trichter gibt’s über jedem Flugplatz. Wenn man hoch genug ist, überschneiden sich die Trichter und kann man einfach geradeaus fliegen. Jetzt mal ich mir wieder wie früher Entfernungskreise in die Flugkarte mit Zentrum Hahnweide.
Herzlichen Dank an die Verantwortlichen für die Beschaffung und Inbetriebnahme des Flugzeugs.
Die super Bilder vom Anflug und am Boden hat Wolfgang Kuhn gemacht.
Mit dabei sind zwei Rätselbilder: Flugplatz benennen und Flugzeug im Bild finden.

Dreiländerflug

Für den interessierten Leser gibt es hier ausnahmsweise einen etwas ausführlicheren Flugbericht.

Am Dienstag, 7. Juni 2016, war für Baden-Württemberg durchwachsenes Wetter vorhergesagt. Schon ab Mittag sollte es auf der Alb und dem Schwarzwald Schauer und Gewitter geben. Von Osten näherte sich jedoch ein Hochdruckgebiet, wodurch es im nördlichen Ba-Wü – sozusagen im Flachland – und vor allem in Nord- und Ostbayern gute bis sehr gute Thermik geben müsste.

Damit war für mich die Flugwegplanung klar: So bald wie möglich runter von der sonst so guten Schwäbischen Alb und Richtung Norden. Vielleicht könnte ich es bis zum Thüringer Wald schaffen, was für mich persönlich ein Novum wäre.

Hier klicken, um den Flugweg interaktiv zu betrachten.

Und ausnahmsweise ging der Plan auf. Mit ein bisschen Hilfe des zuverlässigen Hilfsmotors unserer ASW 28-18E (Rufzeichen S5) kam ich von der Hahnweide los und lies mich von einer hübschen Wolkenstraße unter dem Segelflugsektor Göppingen nach Norden leiten. Weiter lieferte der Schwäbische Wald zuverlässiges Steigen von über 2 m/s. Noch weiter auf Kurs 020° kam der Steigerwald und lies Nürnberg erstaunlich bequem rechts an mir vorbeiziehen. So toll hat es bei mir noch nie auf dieser Strecke geklappt.

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Steigerwald

Überhaupt kam ich so weit nach Norden wie noch nie. Ich erreichte Suhl (Thüringen), wo allerdings die Grenze des guten Wetters erreicht war.

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Thüringer Wald

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Blick Richtung Franken

Deswegen entschied ich mich über Coburg wieder zu den flauschigen Schäfchenwolken auf der fränkischen Alb zu fliegen. In dieser Richtung lief es hervorragend gut, sodass ich mit nahezu 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit die auffällige, märchenhafte Kreuzbergkirche in Schwandorf erreichte. Leider hatte ich keine Gelegenheit ein Foto von ihr zu machen.

Coburg
Coburg

Der Heimweg war dann allerdings sehr schwierig, was zu erwarten war. Gute 100 Kilometer vor der Hahnweide zündete ich erneut den Motor und flog mit dessen Hilfe heimwärts.

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 Die letzten Wölkchen, nördlich Ingolstadt

Düster war es hier, in Schwaben. Knapp vor 20 Uhr landete ich nach über 8 Stunden Flugzeit, ein weiteres Novum für mich. Ein alles in allem eindrucksreicher und sehr schöner Tag.

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Ostern in Italien

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Foto Holger Leicht

Über Ostern waren Thomas und ich wieder mal mit 2 Segelflugzeugen und einer Gruppe Freunden in Alzate Brianza. Das Wetter hat uns zwar dieses Jahr nicht so sehr verwöhnt, aber die Landschaft zwischen den großen oberitalienischen Seen ist einfach immer wieder schön. Dieses Jahr war das Motto: mal sehn, was man mit niedrigster Basis trotzdem noch unternehmen kann. Einmal hatten wir auch das Glück  eine Welle zu finden und waren schließlich in fast 5000 m über dem Addatal. Und Ausflüge und Wanderungen gab’s auch.

Hitze

Der erste Überlandbericht (aus dem April, siehe unten) trägt den Titel „Warmwerden“. Zufälliger und bedauernswerter Weise stellte sich danach ein Sommer nie gekannter Härte ein, der der Natur noch immer enorm zu schaffen macht. Hier soll aber nicht über die Temperatur- und Trockenheitsrekorde geklagt werden, sondern über die Rekordchancen berichtet, die dieses Wetter in fliegerischer Hinsicht bietet.

Am Mittwoch den 12. August 2015 startete ich mit unserer ASW 28 (S5) von meinem ersten Heimatflugplatz, Bartholomä (www.edpu.de). Dort habe ich das Fliegen gelernt, und ich möchte mich auch an dieser Stelle bei der Akaflieg für die Abhaltung des sogenannten „Altherrenfluglagers“ herzlich bedanken. Der Tag bot Bedingungen, die man eigentlich in Spanien erwarten würde: Heiße Luft, stechende Sonne und Wolken, die stellenweise über 3 Kilometer hoch standen. Der Flug begann erst um 14:30 Uhr und durfte nicht lange dauern – hier klicken, um ihn anzusehen. Ich entschied mich für eine Spritztour nach Osten und merkte schnell, welches Potenzial die Thermik besaß. Es ging wie im Fahrstuhl nach oben. Um dieser Wucht gerecht zu werden, wählte ich auf den Wegen zwischen den Wolken Fluggeschwindigkeiten von 170 bis 200 km/h. Gemäß meinem Zeitplan wendete ich kurz vor Eichstätt und trat den Heimflug an. Die Thermik war unverändert zuverlässig und hammermäßig. Alles in allem waren nach dem Abflug in 2500 Metern nur fünf Aufwinde nötig, um 138 Kilometer mit 148 km/h zurückzulegen.

Die Instrumente zeigen Steigwerte von über 5 m/s an - traumhaft für deutsche Verhältnisse
Die Instrumente zeigen Steigwerte von über 5 m/s an, und das in großen Höhen – traumhaft für deutsche Verhältnisse

Am nächsten Tag hatte sich das Wetter geändert: Es war sogar noch heißer geworden. Ich konnte früh starten und mit der ersten nutzbaren Thermik hoch hinaus steigen. Als halbernst gemeintes Ziel programmierte ich „Sonnen“ – der östlichste Flugplatz in Süddeutschland – in mein Navigationsgerät. Hier klicken, um das Ergebnis zu sehen. Aber schon 30 Kilometer nach dem Abflug fand ich mich ohne jede Wolke in niederer Höhe wieder. So ging es wechselhaft weiter und ich gelang bis nach Straubing, ca. 180 Kilometer östlich meines Startplatzes und 90 Kilometer vor Sonnen.

"Wasserflugplatz" Straubing
„Wasserflugplatz“ Straubing

Dort war der Wetterraum, in dem ich gestartet war, eindeutig zu ende. Vor mir tat sich ein brodelndes Wolkenmeer auf, aus dem vereinzelt mächtige Türme emporschossen. Es war auch eine gewaltige, abgelebte Gewitterwolke dabei. Unter diesem Spektakel befand sich trübe, finstere Luft. (Für eine größere Auflösung die Bilder bitte anklicken.)
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Ich entschied mich, dieser Erscheinung nicht zu nahe zu kommen und flog wieder nach Westen. Dort fanden sich stellenweise ähnliche Bedingungen wie am Vortag. Jedoch kam mit der Zeit dichte, hohe Schleierbewölkung auf, die alles etwas verlangsamte. Es erschien mir vernünftig, die restlichen Kilometer in der Nähe des Startplatzes abzugleiten, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Ich finde es immer wieder überwältigend, wie hoch die Thermik abends noch reicht, und dass sie sogar mit zunehmender Höhe länger aktiv bleibt. Das Gefühl, mehr als zwei Kilometer Höhe in ruhiger Abendluft über einer malerischen Landschaft abzugleiten, ist unbeschreiblich. Am Ende des Tages standen 570 Kilometer auf dem Zähler und der Schweiß auf meiner Stirn. Von mir aus kann sich jetzt alles wieder ein bisschen abkühlen.

Sondrio 2015

Seit vielen Jahren wird immer im April in Sondrio (Italien) von der Segelflugschule Oerlinghausen ein Fliegerlager mit Flugbetriebsorganisation angeboten. (Briefing, Startleiter, Schulung, Chartermöglichkeiten, Flugzeugschleppmaschine usw.). In diesem Jahr waren vom SCS Franz Gall, Thomas Püttmann und Bernhard Pfau dort , um den schönen  Alpensegelflug zu betreiben. Franz und Bernhard hatten den Arcus M (7) dabei, Thomas hatte die Möglichkeiten der Ausbildung im Alpensegelflug und den Charterbetrieb wahrgenommen. In diesem Jahr waren wir ausgesprochene „Glückspilze“ was das Wetter anging. Wie in den OLC – Abbildungen zusehen ist, waren an 4 Tagen ausgedehnte Flüge möglich. Die Wetterlage am 13.04.2015 brachte das Highlight. Sie ermöglichte bei Windrichtung um ca. 330 Grad und zunehmender Windgeschwindigkeit in der Höhe bis auf die noch zulässige Höhe von max. 6000 m zu steigen.(-20 Grad). Einstieg in die Welle war an der Monte Rosa. Alle 4 Flüge zusammen gerechnet war der Arcus 24:54 h in der Luft und ist dabei 2087 km weit geflogen! Ein weiterer interessanter Höhepunkt war das Teamfliegen mit Sepp Holzapfel (www.geratshof.de )  mit seinem nagelneuen Arcus M.     Fotos anklicken!

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Sepp Holzapfel mit seinem neuen Arcus M

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Für den Fotofan: Über einen GPS-Empfänger auf der Kamera Canon 650D konnten alle Flüge aufgezeichnet werden und man kann dadurch den Ort der Aufnahme und die Aufnahmerichtung nachträglich ermitteln.

Route zu den Dreizinnen Dolomiten 12.4.2015

 

Warmwerden

Die neue Saison ist noch nicht ein mal zwei Wochen jung und schon gab es die ersten guten Wetterlagen. Der SCS war bereits viel in der Luft und fand in die Routine des Flugbtriebs zurück. Denn die ersten Flüge im Jahr sind nicht nur ein besonders aufregendes Erlebnis, wie bereits im letzten Artikel erwähnt , sondern erfordern auch einen etwas angepassten Flugbetrieb. Das bedeutet, dass der erste Start an unserer Winde zusammen mit einem Fluglehrer in einem Doppelsitzer stattfinden muss. Dadurch wird man „gecheckt“ und kann danach wieder alleine fliegen. Man wird sozusagen unter Aufsicht warm, zumindest was die Flugsicherheit angeht.

Am Sonntag den 05. April ging es richtig los: Kräftige Thermik ermöglichte deutschlandweit viele weite Flüge.  Der SCS war natürlich auch am Start. Doch obwohl auch an diesem Tag Checkflüge gemacht wurden, brauchte man zum warmwerden im wörtlichen Sinn noch mehr als die Freude am Fliegen: Man flog ständig über der Nullgradgrenze, die Thermik endete erst in einer Höhe mit ca. -13 °C. Da kommen sogar Zweifel auf, ob Thermik wirklich etwas mit Wärme zu tun hat…
Jedenfalls war es mit der richtigen Ausrüstung trotzdem möglich, sich wohl im Cockpit zu fühlen. Wer zudem noch etwas Geduld mit in die Luft nahm, konnte gelegentlich zwischen den vielen Schneeschauern einen Blick auf den schneeweißen Schwarzwald werfen. Sogar die Alpen waren durch die kristallklare Luft auszumachen – die Sichtweite betrug also mindestens 130 km.

Am Dienstag den 07. April war zwar nicht ganz so gute Thermik wie am Sonntag angesagt, aber für die Jahreszeit sollte sie doch ordentlich sein. Dafür waren die Temperaturen in niederen Höhen auch über dem Gefrierpunkt prognostiziert. Jan und ich wollten mit dem Duo Discus (S4) einen Überlandflug unternehmen.

Ulm
Ulm

Tatsächlich ließ die Thermik nichts zu wünschen übrig. Wir „hüpften“ problemlos von Wölkchen zu Wölkchen auf der schwäbischen Alb nach Nordosten und entschieden uns bei Aalen umzukehren und in die entgegengesetzte Richtung zu fliegen. Wir peilten zunächst den Schwarzwald an, mussten aber schnell feststellen, dass der Weg dorthin deutlich schwieriger werden würde als die bisherige Strecke. Alle die Thermik anzeigenden Wolken lösten sich von Nordwesten her auf. Wir entschieden uns gegen einen „Schuss ins Blaue“ und änderten stattdessen den Kurs auf Südost. Über Ulm und die Donau hinweg flogen wir so weit in diese Richtung, bis wir durch die Luftraumbeschränkung des „Allgäu Airport“ Memmingen nicht mehr weiter durften. Also flogen wir an der Luftraumgrenze entlang nach Westen und mussten zusehen, wie ringsum auch die allerletzten Wolken verschwanden. Was das Fliegerische anspruchsvoller macht, macht die Fotos umso klarer: Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen sah ich während eines Segelfluges mit Start auf der Hahnweide die Alpen. Dieses Mal waren sie sogar für meine Handykamera deutlich genug zu erkennen. (Es versteht sich von selbst, dass der reale Anblick ungefähr 10.000 Mal besser und eindrucksvoller war als es diese Bilder sind. Für eine höhere Auflösung bitte die Bilder anklicken.)

Die Alpen Noch mehr Alpen

70 Kilometer von zu Hause entfernt gaben wir unseren Westkurs mit Ziel Schwarzwald endgültig auf und traten den Heimweg an. Das einzige Weiß am Himmel kam von hoher Schleierbewölkung. Außer einem einzigen Greifvogel sahen wir auf dem gesamten Heimflug absolut gar nichts, das auf Thermik hingewiesen hätte. Wir reduzierten also die Geschwindigkeit und tasteten uns „blind“ nach Norden. Nach viel Zeit und Nerven waren wir uns erst 20 Kilometer vor der Hahnweide sicher, genug Höhe für den Gleitflug nach Hause zu haben. Während diesem fiel mir zum ersten Mal die Ruine der Burg Hohenurach auf:

Burg Hohenurach

Den fast 300 Kilometer weiten Flug kann man sich hier ansehen.

Glücklich über das Geschaffte waren wir uns nach der Landung sofort einig: Wir sind jetzt auch mit dem Überlandfliegen wieder warm und bereit für den nächsten Flug.

 

Storchschwarm

Mit S5 bis nach Ramstein

Am Donnerstag 21.08.2014 startete ich am späten Vormittag mit unserer ASW (S5) und hatte nicht wirklich einen Flugweg geplant. Süden, Norden, Osten, sollte alles irgendwie möglich sein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekam ich Anschluss an eine unglaubliche Wolkenstraße, die genau über der schwäbischen Alb verlief. Man hätte von ca. Leibertingen bis Neresheim (~ 120 km) ohne einen Kreis fliegen können. Ich war nie ganz oben und habe deshalb trotzdem ab und zu gekreist, aber nötig wäre es nicht gewesen. Ab Dinkelsbühl entschloss ich mich dazu, es bis zum Pfälzerwald (also nach Westen) zu versuchen, weil ich dort noch nie war und das Wetter es zuließ. Der Weg dort hin war nicht immer einfach, aber südlich Mannheim wurde ich dann für die Mühen belohnt:

Dass das Rheintal so schön ist, hätte ich nicht gedacht. Flussschleifen, tiefblaue Seen, Atomkraftwerke, Autorennbahn, und Flugplätze so weit das Auge reicht… ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hingucken sollte. Deswegen bemerkte ich auch recht spät den Schwarm Störche, der mich „innen“ überholte und gnadenlos überstieg. Diesen Eindruck habe ich versucht per Foto und Video festzuhalten, aber die Bilder sind natürlich nicht annähernd so faszinierend wie die Realität.
>> Video: Storchschwarm bei Hockenheim <<
Es ging tatsächlich bis zum Pfälzerwald, sogar 30 Kilometer hinein, bis zu einem großen Wolkenloch. Auf dem (schlechten) letzten Foto kann man rechts Kaiserslautern und in Verlängerung eine große Waldschneise erkennen, das ist Ramstein. Für eine größere Auflösung bitte die Fotos anklicken.
Der Rückweg war aufgrund der Tageszeit schwierig, und es reichte mir auch nicht ganz bis nach Hause, 20 km haben gefehlt. Danke an Conny für die rekordverdächtig schnelle Rückholtour!

Den größten Teil des Fluges kann man sich hier anschauen:
https://www.skylines.aero/flights/39280/

Grüße,
Oliver