Archiv für den Monat: Februar 2016

Die Zugspitze hat uns nicht rangelassen

Gestern, am Samstag sind wir  (Martin und Conny) zum „Berge-Kucken“ geflogen. Als Ziel haben wir uns bei strahlender Sonne die Zugspitze vorgenommen. Auf der Hahnweide war jede Menge Motorflugbetrieb, das Wetter hat einen ja auch echt aus dem Haus gelockt. Dank dem Asphaltstreifen auf der 25 ist das ja auch kein Problem, im Winter motorgetrieben in die Luft zu kommen.20160227_131942

Schon auf der Alb, als wir die Inversion unter und gelassen hatten, konnte man die Alpen sehen. Kein Donaunebel heute, alles ruhig, also konnten wir ganz entspannt auf dem Weg nach Füssen steigen. Wir kamen dort so in 2500m an, da fehlt noch einiges, um den Gipfel der Zugspitze zu erreichen. Leider braucht man dann etwas Fremdhilfe zum Steigen, der Motor liefert in der Höhe nicht mehr viel. Martin hat geduldig gekreist und tatsächlich noch einiges dazugewonnen.20160227_132715

Schön sieht sie aus! Leider gab’s über dem Tal 5 m/s „Saufen“, so dass wir den Anflug abgebrochen haben und wieder zurückgeflogen sind.

In Leutkirch haben wir noch einen Kaffe eingeworfen und einer Piper beim Wintersport zugeschaut.20160227_140940

Dreiecksflug Hahnweide Freiburg Winzeln Hahnweide

Martin und ich (woki) wollten endlich mal wieder in die Luft – mit dem Mose. Plan 1 war Stahringen und lag im dichten Nebel. Also flogen wir nach Freiburg. Im Schwarzwald gab’s nur Reste von Schnee zu sehen, dafür eine herrliche Sicht auf die Alpen. Die Grundgeschwindigkeit, meinte Martin, war wie in einer Klemm 20 ohne Wind – nur 100km/h. Da war klar, dass wir heimwärts zügig unterwegs sein würden.

In Freiburg sind wir auf der 16 gelandet, andersrum als üblich. Beim Abflug ergibt das eine schöne Aussicht auf die Häuser. Nächster Halt Winzeln. Von Westen her ist Winzeln ganz einfach zu finden – von Osten her versteckt sich die Piste hinterm Wald. Den neuen Turm in Winzeln finde ich beispielhaft gut. Kurz vor Winzeln sind die Bilder von den Glarner Alpen entstanden. Erstmalig habe ich mit 200mm Brennweite aus dem Mose fotografiert. Das werde ich wieder machen.

Nach dem Kaffetrinken kam dann der Schreck des Tages. Wir sind auf der Piste zum Start gerollt. An der Wendeschleife gab’s plötzlich ein unpassendes rythmisches Geräusch vom Fahrwerk. Also wieder runter von der Piste und auf die Schleife. Motor aus – meine Gedanken: haben wir einen Platten und dürfen in Winzeln übernachten? – raus aus dem Flieger und die Räder begutachtet. Also Platten war’s keiner und die Bremsbeläge waren nicht weggebrochen. Wir haben den Flieger zurück und wieder vorgeschoben – da hat sich das Geräusch in Luft aufgelöst. Es muß ein Steinchen in der Bremse gewesen sein.

Also wieder rein in den Flieger und volle Kanne zurück zur Hahnweide. Die Grundgeschwindigkeit war einige Sekunden über 250km/h – im Horizontalflug! Wir sind dann nach Sonnenuntergang und vor dem Ende der bürgerlichen Dämmerung gelandet. Den diensthabenden Flugleiter haben wir schon bedauert – aber je später der Abend desto schöner die Beleuchtung!