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Lang, lang ist’s her – Rolampont mit der SF25B

Christoph und ich sind mit dem B-Falken D-KATB am 14. Juli 1989 nach Frankreich geflogen. Für mich war’s der erste Flug über die Grenze. Christoph hatte schon einschlägige Erfahrung. Der Plan war, meine Schwester Cornelia und ihre Familie zu besuchen. Sie wohnen in Renève bei Dijon. Die Flugplätze in der Nähe sind Til Chatel – LFET – und Gray.  Gray hat nur Segelflugbetrieb – also Til Chatel.

Am Freitag sind wir auf der Hahnweide gestartet, das mit dem Zoll haben wir über Freiburg und Colmar-Houssen erledigt. Die Etappen waren relativ kurz, die Reichweite des Falken ist nicht üppig – zumindest verglichen mit unserer Grob 109B. 30L gehen in den Tank, das reicht für 350km ohne Reserve. Wir flogen ohne Zusatztank. Erzählt wurde damals in der Szene von einer als Tank gebauten Rückenlehne – naja, so was gibt’s aber bei Vereinsflugzeugen nicht.

In Til Chatel hat uns dann die Flugplatzchefin erklärt, was unsere Möglichkeiten sind. Entweder gleich wieder starten – oder in einer Woche, wenn das Training der französischen Nationalmannschaft im Motorkunstflug beendet ist. Wir hatten – oh Schande – das Notam ihres Platzes nicht gelesen. Meine Schwester war mit dem Auto schon vor Ort – wir hatten schlau von Colmar aus telefoniert – und sie mußte dann 57km bis Rolampont fahren. Warum wir nicht nach Dijon geflogen sind, weiß ich nicht. Wahrscheinlich war irgendwas wegen dem Nationalfeiertag. Es war 200jähriger Nationalfeiertag. Wir Banausen wußten auch das nicht. Zur Geschichtsnachhilfe durften Christoph und ich abends mit zum Festessen in die Renèver Sporthalle, es gab Paella. Jedenfalls waren wir von der Flugplatzchefin durch ihre Rüge deutlich beeinflußt und sie wird uns nach Rolampont geschickt haben.

Der Samstag war gemütlich – Besichtigung von Dijon bei herrlichem Wetter und Genuß der Verpflegung durch Cornelia und Patrick. Sonntags sind wir dann nach Passagierflügen über Colmar wieder zur HW geflogen. Es war ein wunderbarer Ausflug mit viel Unterstützung durch unsere Mitmenschen.

Details zum Flugzeug

In unserem B-Falken war ein Stamo mit 45 PS eingebaut – Basis VW 1500ccm. Diese Leistung hat der Motor aber im Flugzeug nicht, weil er mit Propeller nie auf die Drehzahl für 45 PS kommt, das geht nur in einem Auto. Beim Start hat der B-Falke irgendwas mit 40 PS. Für den Reiseflug kennen wir einen Trick, um 110km/h zu fliegen. Vor meiner Aufklärung durch einen Piloten bin ich immer mit 100 über die Lande gezogen. Der Trick: andrücken bis etwa 120 und langsam wieder auf Hotizontalflug ziehen. Damit kommt der Motor auf eine höhere Drehzahl – im Geradeausflug kommt der Motor mit seiner steilen Drehmomentkurve nie auf 110. Der Verbrauch steigt allerdings von 8 auf 9 L/h.

Inzwischen studieren wir natürlich die Notams und nicht nur die von Deutschland. Oft passiert es ja nicht, dass Flugplätze plötzlich gesperrt sind. Aber es passiert: Speyer kann überflutet sein, Vilshofen auch und Konstanz wird beim Seenachtsfest als Parkplatz benützt. Dieses Jahr wollten Martin und ich in Rerik landen – das ging dann nicht, weil auf der Piste ein Pferd gegrast hat. Das stand aber nicht in den Notams – das war die PPR Auskunft.

Mit dem Motorsegler nach Stockholm

Da Martin und ich dieses Jahr total heftige Terminprobleme hatten – das Hahnweide Oldtimertreffen und das Goodwood Revival finden zeitgleich statt! – wollten wir Skandinavien aus der Luft erkunden: auf der Wunschliste standen drei Flugzeugmuseen und in Stockholm die Wasa (das Kriegsschiff, das bei der Jungfernfahrt 1628 gesunken ist).

Am Donnerstag 16. Juni sind wir bei nicht günstigem Wetter gestartet – und waren nach 1 Stunde wieder auf der Hahnweide. Hinter Schwäbisch Hall waren einfach zu viel Wolken vor uns. Auf der HW hat uns dann Tobias Krüger von der Motorflugschule beraten und uns den Flugweg westlich um Stuttgart herum empfohlen – unterstützt durch ein Programm, das entlang dem eingegebenen Flugweg Webcams findet. So ging’s dann auch, hinter Heilbronn war die Sicht super, nur die Wolken gingen noch tief runter. Wir fliegen also so dahin, geplant war Landung in Rerik, auftanken in Dessau. Bei der Kontrolle der Tankanzeige sehen wir, dass wir mehr Sprit verbrauchen als normal. Vergaser verstellt? Tankdeckel fehlt? Alles nicht toll, deshalb landen wir schon in Eisenach und es geht viel weniger in den Tank, als die Anzeige vorgab. Also war nur die Anzeige defekt. Wir haben dann den Sprit nach Flugzeit kalkuliert. In Dessau habe ich die vorher per Mail geklärte PPR Anfrage in Rerik aktualisiert. Ob wir mit der Hälfte der Bahn zurecht kämen? In der Mitte steht gerade ein Pferd. Wir haben dann dankend abgelehnt. Wer weiß schon, was so einem Pferd alles einfällt, wenn das Gras woanders schöner ist.

Die Übernachtung hat der Dessauer Flugleiter organisiert und uns auch hingefahren. Die Zimmer waren ok, aber das Köstritzer war aus und das Fleisch nicht wie bestellt rare sondern durch. Naja, man kann nicht alles haben. Der Freitag war sehr regnerisch, also haben wir das Technikmuseum „Hugo Junkers“ besucht. Gasbadeöfen, Kalorimeter und die herrliche F13. Ein paar Zimmer der Junkersblechhäuser gibt’s auch. Im Freigelände stehen Teile des alten Junkers Windkanals. Dann ging’s weiter mit dem Touriprogramm: Bauhaus und Meisterhäuser. Das wieder neu gebaute Gropiushaus ist sehr kühl innen, es hat in Beton gegossenen Bücherregale. Die Häuser von Feininger und Klee sind innen wohnlicher als das Gropiushaus. Es lohnt sich.

Am Samstag wollten wir nach Stauning, um die Kramme&Zeuthen Flugzeuge anzusehen. Nach einem schönen Flug über Rostock an der Ostsee entlang sind wir in Flensburg gelandet. Stauning war in schlechtem Wetter, wir sind deshalb gleich nach Ærø geflogen. Das geht von Flensburg aus ohne Flugplan – es braucht nur ein Telefonat von Flugleiter zu Flugleiter. Ærø hat einen schönen Grasplatz, Fahrräder kann man ausleihen und die Empfehlung zum Übernachten gibt’s auch von der freundlichen Flugleiterin. Zum Essen sind wir den neuen Uferweg nach Ærøskøbing geradelt. Ein pittoreskes Dorf aus einem Guss. Viele Wohnungen haben Spiegelspione an den Fenstern – die Bewohner können über zwei 45° Spiegel die Straße rauf und runter gucken und sehen, wer da kommt.

Nach einer unruhigen Nacht in einer Privatunterkunft (der Sohn hat für Martin zu lange mit seinem Kumpel gebabbelt) starten wir mit Schwimmwesten über die Ostsee nach Roskilde und erstellen den Flugplan nach Ska Edeby bei Stockholm. Die Schweden wollen Koordinaten und keine Namen – mit Hilfe des freundlichen Flugplatzpersonals wurde der Plan schließlich angenommen. Der Flug ist spannend – die Landschaft ist wunderschön aufregend – Ostsee, Inseln, Seen, Wald, Wald und Wald. Es ist fast anstrengender über die endlosen Wälder zu fliegen als über Wasser. In Ska Edeby werden wir super betreut von Jarl Sundgren. Er kam mit seinem Enkel in einer Dnepr mit Seitenwagen angetuckert. Wir dürfen im Vereinsheim schlafen und kriegen eine Einweisung ins System des öffentlichen Nahverkehrs. Die Nacht war dann unruhig, weil wir neben den Kühltruhen geschlafen haben – und die sind alt und scheppern alle 10 Minuten los. Am nächsten Morgen – nur mit Kaffee versorgt- sind wir mit Bus und U-Bahn 1h bis nach zur Station Karlaplan Stockholm gefahren. Nach einer kurzen Stärkung sind wir ins Wasa Museum gegangen.

Die Wasa ist eine Orgie in Eiche. Riesengroß und über und über verziert. Am Heck sind lauter Gräßlichfiguren montiert – um die Gegner abzuschrecken. Der Trick kann aber eigentlich nur im Hafen funktionieren. Die Spione müssen erschrecken und das dann ihrem Auftraggeber melden. Auf See gab’s bei der Begegnung hauptsächlich volle Breitseite – und da sieht man vom gegnerischen Schiff die Figuren nicht. Die Schweden sehen den Untergang so: Zum Glück ist die Wasa untergegangen, sonst hätte man sie jetzt nicht zum anschauen. Damals wurde die bekannte Ursache vertuscht – als Grund wurden nicht richtig verzurrte Kanonen notiert. Das Schiff war zu rank, weil zu viel Kanonen an Bord waren und deshalb zu wenig Kielballast mitgeführt wurde. Die tatsächliche Ursache war, dass sich niemand getraut hatte dem Chef (König) zu sagen, dass das, was er will, nicht geht. Er wollte auf der Wasa mehr Kanonen haben als sein Gegner auf seinem Schiff.

Nach einem weiteren Schiffsmuseum für kleinere Schiffe sind wir mit unserer 24h Karte mit der Fähre nach Stockholm Slussen Kajen ins historische Stockholm gefahren. Die Stadt ist wunderschön – man spaziert man durch gemütliche Gassen mit Cafés, dort steht die Sankt Nikolai Kyrka – Krönungskirche der schwedischen Könige – und es gibt das Schloss mit stoischen Palastwachen. Am Kai der Ausflugsschiffe lag ein Dampfschiff. Es wurde von der Kapitänin für eine Konzertfahrt vorbereitet und rußte sehr stark. Für uns war dieser Ausflug zu spät – also sind wir mit dem gewöhnlichen Ausflugsboot um den früher königlichen Jagdpark gefahren worden – von einer Bootsführerin.

Auf dem Weg zum Abendessen habe ich eine Familie nach einem Restaurant mit guter schwedischer Küche gefragt. Der Sohn sagte, das gibt es nicht – und seine Eltern haben nicht widersprochen. Das Essen im Restaurant war Spitze – halt nicht spezifisch schwedisch. Vielleicht ist schwedisches Essen einfach nur Köttbular. Im Restaurant hatte wir kurz mit zwei Damen gesprochen, was wir so machen täten und dass wir am nächsten Tag ein Flugzeugmuseum besuchen würden. Sie haben gelacht und gesagt: Ja, was sonst!

Der Rückweg zum Flugplatz war speziell. Unsere 24h-Karte war abgelaufen – und bis zum nächsten Bus hätten wir dann 70min gewartet und zu allem Übel mit abgelaufener Fahrkarte. Fahrkarten kann man nicht beim Fahrer kaufen, sie gibt’s nur im Supermarkt und der war schon geschlossen. Also Autostopp. Wir wollten’s nicht glauben – aber das erste Auto hat angehalten und eine junge Frau hat ihr Strickzeug vom Beifahrersitz geräumt und uns direkt zum Flugplatz gefahren!

Das Flygvapenmuseum ist in Linköping – ein Militärplatz, dort werden die Saab-Flugzeuge gebaut. Gleich nach uns sind 2 Düsenjäger gelandet. Da war’s gut, dass wir schon weggeräumt waren. Das Museum hat Militärmaschinen von einem filigranen Amphibium LII Donnet Lévêque Bj. 1913 über Thummelisa, Bücker Bestmann, Ju86 bis zum modernsten Mehrzweckkampfflugzeug JAS 39 Gripen ist alles da. Schaudernd bin ich um das Wrack der DC3 gelaufen – sie wurde im kalten Krieg 1952 abgeschossen und ist so ausgestellt, wie sie unter Wasser gefunden wurde. Ihr Verschwinden hatte eine diplomatische Krise mit der damaligen Sowjetunion ausgelöst. Gefallen haben mir die vielen verschiedenen Skier unter den Flugzeugen.

Nächster Halt war Västervik. Der Platz ist PPR und es gibt niemand auf dem Turm. Alles wird per Telefon geklärt. Zum Glück war ein Pilot da. Er drehte eine Runde zur Entspannung nach der Arbeit, während wir den Mose gewaschen und für die Nacht festgebunden haben. Mikael fuhr mit uns in die Stadt und brachte uns zum Hotel – einem ein bisschen umgebauten Gefängnis. Jetzt kam ich auch endlich zu meiner Fischsuppe – wobei die von Andrea und Fred in St. Crépin zubereitete Fischsuppe besser war (das ist eine weitere Geschichte).

Der Mittwoch führte uns an der traumhaften Küste Schwedens entlang nach Borglanda auf Öland. Die Inseln liegen wie vom Riesen hingestreute Kiesel im Wasser, zahllose zerklüftete Buchten gibt es – und wenig Häuser. Landung wieder ohne Flugleitung mit Briefkasten für die Gebühren und Fahrrädern zum Ausleihen. Es war keine Fahrradpumpe vor Ort, aber wenig Luft im Schlauch. Im nächsten Dorf habe ich nach Luft gefragt und die Pumpe gleich geschenkt bekommen. Vor dem schwedischen Sommerschloss Solliden gibt es Kaffee und Kuchen. Wir waren zum Ausruhen unterwegs. Abends sind wir zufällig zum Mittwochstreff der Oldtimer gekommen: Buckelvolvo neben Käfer, eine Isabella aus Hamburg, Rover 3500 und amerikanische Straßenkreuzer mit 7L-Motoren. Die blubberten dann in Schleichfahrt um den Marktplatz, um sich zu zeigen. Beim Essen hat uns Thomas Gesellschaft geleistet. Er spricht sehr gut Deutsch – er hatte einen deutschen Vater und eine amerikanische Mutter. Thomas ist dann auch noch mit uns in den Supermarkt gegangen. Wir brauchten was zum Beißen für den nächsten Morgen, weil wir unter den Flügeln schlafen wollten. O-Ton Thomas: Wenn Du über die Straße gehst und dem Auto kein Zeichen zum Anhalten gibst kostet das 200 Kronen! Er hat sich sehr gut um uns gekümmert. Irgendwie sind die Borglander nicht nur freundlich sondern auch streng – z.B. kommt Radfahren in der Fußgängerzone schlecht an. So was!

Nach der Nacht im Freien war das Ziel Heringsdorf – warum wohl? Hangar 10, Flugzeugmuseum. Aber zuerst ein Hüpfer nach Kalmar, um den Flugplan zu machen. Wir sind immer an der Küste entlang geflogen, begleitet von freundlichen Controllern. In Roskilde haben wir die Schwimmwesten angelegt und es folgte unsere längste Strecke über das offene Meer. Der englische Kanal bedeutet 32km Wasser, jetzt waren’s von Falster über die Kadetfinne nach Zingst 35km. Die deutsche Ostseeküste ist sehenswert – langgezogene Sandbänke, schmale Halbinseln und Kreidefelsen. In Heringsdorf war alles einfach. Der Taxifahrer hat für uns das Hotel reserviert und wir sind sofort zum Strand – inkl. Füße im Wasser haben. Anschließend Fischsuppe und Plattfisch im Restaurant Meereswellen und Lübzer Pils dazu – richtig lecker. Dazu haben wir uns prächtig mit einem Ehepaar aus Dresden unterhalten.

Im Museum Hangar 10 sind die Flugzeug tipptopp und flugbereit, ein überholter Merlin stand zum Einbau bereit, aus 2 Argus wird einer zum Laufen gebracht. Die Me108 machte einen kurzen Flug – der Sound des Argus As10 ist Musik! Für die Interessierten: Den Sound gibt’s durch niedrige Verdichtung, viele Zylinder und kurze Flammrohre anstelle eines Auspuffs.

Vom freundlichen Mechaniker habe ich warmes Waschwasser für die TB gekriegt – so gut sind die Mücken noch nie weggegangen. Nach dem Museum sind wir nach Chemnitz geflogen – ein nagelneuer Flugplatz mit allem Komfort. Für die Anzahl der Flugbewegungen dort ist er leicht überdimensioniert – aber sehr zu empfehlen. Die Gewitterwolke haben wir auf 3 Uhr Position gelassen und sind glücklich zur Hahnweide zurückgeflogen.

Insgesamt waren wir 24h in der Luft über herrlicher Landschaft gewesen. Wir durften an allen Orten freundliche Leute kennenlernen. Nicht besucht geblieben sind Stauning und Großenhain. Und dann gibt’s da noch Norwegen. Wenn jemand noch nach Norden will – unsere Karten gelten bis nächstes Frühjahr.

Neuer Versuch mit der Zugspitze

Bei schönem Winterwetter sind wir zur Zugspitze losgeflogen. Stephan hat mit den Fluginformationsdiensten gefunkt – ich durfte fliegen. Der Flugplatz Laupheim gab uns sogar Radarführung. Wir sind dann stetig gestiegen und haben die Luftraumstruktur ausgenutzt. Hinter der 10000ft Grenze ging’s dann mit der Steigstellung bis auf 3800m – das ist günstig für eine herrliche Fernsicht. Stubaier – Lechtaler – Allgäuer – alle Alpen haben sich uns wolkenlos in ihrer ganzen Pracht gezeigt.

Zum Kaffetrinken – klar nach Leutkirch. Der Schnee am Flugplatz, den Conny und Martin vor drei Wochen angetroffen hatten ist weggeschmolzen. Wir sind dann zeitig auf der Hahnweide gelandet – wir hatten noch einen Termin: Flugsicherheitsabend des Vereins zusammen mit dem ACS.

Die Zugspitze hat uns nicht rangelassen

Gestern, am Samstag sind wir  (Martin und Conny) zum „Berge-Kucken“ geflogen. Als Ziel haben wir uns bei strahlender Sonne die Zugspitze vorgenommen. Auf der Hahnweide war jede Menge Motorflugbetrieb, das Wetter hat einen ja auch echt aus dem Haus gelockt. Dank dem Asphaltstreifen auf der 25 ist das ja auch kein Problem, im Winter motorgetrieben in die Luft zu kommen.20160227_131942

Schon auf der Alb, als wir die Inversion unter und gelassen hatten, konnte man die Alpen sehen. Kein Donaunebel heute, alles ruhig, also konnten wir ganz entspannt auf dem Weg nach Füssen steigen. Wir kamen dort so in 2500m an, da fehlt noch einiges, um den Gipfel der Zugspitze zu erreichen. Leider braucht man dann etwas Fremdhilfe zum Steigen, der Motor liefert in der Höhe nicht mehr viel. Martin hat geduldig gekreist und tatsächlich noch einiges dazugewonnen.20160227_132715

Schön sieht sie aus! Leider gab’s über dem Tal 5 m/s „Saufen“, so dass wir den Anflug abgebrochen haben und wieder zurückgeflogen sind.

In Leutkirch haben wir noch einen Kaffe eingeworfen und einer Piper beim Wintersport zugeschaut.20160227_140940

Dreiecksflug Hahnweide Freiburg Winzeln Hahnweide

Martin und ich (woki) wollten endlich mal wieder in die Luft – mit dem Mose. Plan 1 war Stahringen und lag im dichten Nebel. Also flogen wir nach Freiburg. Im Schwarzwald gab’s nur Reste von Schnee zu sehen, dafür eine herrliche Sicht auf die Alpen. Die Grundgeschwindigkeit, meinte Martin, war wie in einer Klemm 20 ohne Wind – nur 100km/h. Da war klar, dass wir heimwärts zügig unterwegs sein würden.

In Freiburg sind wir auf der 16 gelandet, andersrum als üblich. Beim Abflug ergibt das eine schöne Aussicht auf die Häuser. Nächster Halt Winzeln. Von Westen her ist Winzeln ganz einfach zu finden – von Osten her versteckt sich die Piste hinterm Wald. Den neuen Turm in Winzeln finde ich beispielhaft gut. Kurz vor Winzeln sind die Bilder von den Glarner Alpen entstanden. Erstmalig habe ich mit 200mm Brennweite aus dem Mose fotografiert. Das werde ich wieder machen.

Nach dem Kaffetrinken kam dann der Schreck des Tages. Wir sind auf der Piste zum Start gerollt. An der Wendeschleife gab’s plötzlich ein unpassendes rythmisches Geräusch vom Fahrwerk. Also wieder runter von der Piste und auf die Schleife. Motor aus – meine Gedanken: haben wir einen Platten und dürfen in Winzeln übernachten? – raus aus dem Flieger und die Räder begutachtet. Also Platten war’s keiner und die Bremsbeläge waren nicht weggebrochen. Wir haben den Flieger zurück und wieder vorgeschoben – da hat sich das Geräusch in Luft aufgelöst. Es muß ein Steinchen in der Bremse gewesen sein.

Also wieder rein in den Flieger und volle Kanne zurück zur Hahnweide. Die Grundgeschwindigkeit war einige Sekunden über 250km/h – im Horizontalflug! Wir sind dann nach Sonnenuntergang und vor dem Ende der bürgerlichen Dämmerung gelandet. Den diensthabenden Flugleiter haben wir schon bedauert – aber je später der Abend desto schöner die Beleuchtung!

Der Schwarzwald hebt sich aus dem Nebel heraus

Christoph und ich wollten am 3. Dezember 2015 das gute Wetter mit dem Mose nutzen. Plan 1: nach Zell am See. Plan 2: Hangsegeln am Schwarzwald.

Plan 1 ist in den Bodennebel gesunken – war also keine Möglichkeit. Aber es hilft immer, einen zweiten Plan zu haben. Es war Wind aus W mit etwa 30km/h angesagt, da müßte der Schwarzwald Hangflug ermöglichen. Also Start auf der 25 und ab nach Westen. Im Gegenlicht und leichtem Dunst oder Nebel in den Tälern – was gibt es Schöneres als unsere Alb?! Die Alpen waren sehr gut zu sehen – hinter einer Nebeldecke vom Donautal bis zu den Bergen.

Am Schliffkopf angekommen gab’s auch den Wind aus W. Aber zusätzlich eine Inversion bis in eine Höhe, die alle Hänge geschont hat. Kein Windrad hat sich gedreht! Also auch kein Hangflug. Ein sehr schönes Nebelbild haben wir gesehen – der Nebel strömt von der Rheinebene ins Elztal. In Freiburg war die Sicht 200m.

Also sind wir wieder zurück zur Hahnweide. Die zweite Runde flog Christoph nach Heubach. Dort war ordentlich Betrieb – auch die Motorflugschule weicht für Starts und Landungen nach Heubach aus. Das Kontingent auf der Hahnweide geht zur Neige. Der Flug zurück war von der Sicht her nicht einfach – tief stehende Sonne und Dunst – aber Christoph kennt jedes Dorf.

Wir hatten eine herrlichen Ausflug!

Schwarzwald und Gnadensee mit dem Mose

Martin und ich sind mit dem Mose über Tübingen zum Murgtal geflogen, dann an der Westseite des Schwarzwalds entlang nach Freiburg – um Kaffee zu trinken. Das Rheintal war dunstig, ab der Kante des Schwarzwalds war die Sicht perfekt: die Churfirsten konnten wir sehen. Und über uns düsten die Großen nach Zürich.

Nach dem Hotzenwald sind wir über den Gnadensee geflogen – zur Halbinsel Höri. Und dann flott zur Hahnweide, die Tage werden kurz!

Woki