Jochen hat mich gefragt, ob ich mit ihm einen Ausflug mit dem Mose machen wöllte. Klar – hast Du ein Ziel? Ja: Burg Feuerstein und dann Farrenberg.

Farrenberg – ja aber da dürfen wir nicht landen! Doch – wir haben eine VIP Sondergenehmigung.

Also los. Kurz nach 1200 LT landen wir auf Burg Feuerstein. Hoi – da ist ordentlich was los. Bestimmt 20 Segler stehen Schlange und werden von zwei DR400/180 Remorquers zügig in die Luft gebracht. Jochen war von den zackigen Anflügen der Schlepper begeistert.

Die Speisekarte des Restaurants am Flugplatz hatte ich schon zuhause studiert und bestellte Miramara. Weil auf solchen Karten meistens mehr als 1 Speise steht müßte es Speisenkarte heißen. Aber ich komme trotzdem immer zurecht. Jochen wählte Pizza mit Schinken und Rucola – die steht gar nicht auf der Karte.

Das Restaurant hat eine sehr freundliche Selbstbedienung – so steht es auf einem Schild. Das Prozedere geht so: auswählen, bestellen, Piepser mitnehmen und Platz nehmen. Essen holen, wenn’s piepst. Ein prima Verfahren. Die Pizzen waren super – aber im Freien schnell abgekühlt. Der Wind war ziemlich kalt und der Platz liegt auf 507m.

Jochen hat dann seinen Kontakt auf dem Farrenberg angerufen – es wird heute nix. Was machen wir dann? Donzdorf ist immer gut.

Also geht’s zum Start. Der Flugplatz Burg Feuerstein ist ziemlich kühn angelegt. Bahnmitte ist auf der Kuppe – es geht also zuerst bergauf und das Bahnende sieht man beim Start nicht. Unsere G109B ist mit dem Berg locker fertig geworden. Wir waren vor der Halbbahnmarkierung schon in der Luft. Auf dem Weg haben wir dann den Motor ausgemacht und sind gesegelt – einmal hatten wir 1,5m/s Aufwind. Wir müssen das öfter praktizieren.

In Donzdorf gibt es immer schicke Flugzeuge zu bewundern – und gesprächige Piloten. Zu zweit haben sie die DR400 nach den Schleppflügen geputzt und wir haben über Dialekte bei uns und den Bayern geplaudert.

Hat jetzt nix mit unserem Flug zu tun. Aber mein Lieblingsredakteur der STZ Reiner Ruf hatte letzte Wochen einen Spruch veröffentlicht: Heilad no, no missad dr ned so viel bronza! Wer’s nicht versteht meldet sich bei mir oder bei Reiner Ruf.

In der Wirtschaft gab’s 6 Kuchensorten nicht mehr – aber mehr als Zwetschgenkuchen brauchen wir nicht. Auf der Terasse haben wir kleinen Kindern zugeschaut, wie sie mit kleinen Doppeldeckern als Tretmobil gespielt haben. Der Steuerknüppel funktioniert als Lenkung. Das ging lange gut bis es Streit gab: drei Kinder und 2 Tretflugzeuge. Das Mädchen hat dann einen Handkantenschlag auf den Arm ihres Bruders geführt, und das Flugzeug gewonnen hatte. Gebrochen war zum Glück nichts und die Mama hat den Knaben getröstet. Die Schwester hat Versöhnung angeboten – es war aber zu früh. Später konnte der Knabe wieder lächeln – er hatte von Papa eine Riesenportion Sahne gekriegt!

Und schon sind wir wieder bergauf gestartet – auf der 27. Die 95 PS Startleistung des Grob 2500 ziehen ganz schön was weg!

Es war ein schöner Ausflug und die Flugplätze werden uns wieder sehen.

Text und Bilder: Jochen und woki

Elegante Brücke verschönert langweiliges Tal.
Rothenburg ob der Tauber, zwischen der Stadt und Autobahn der Flugplatz Rothenburg EDFR
Rund um die Altstadt läuft die 3,5km lange Stadtmauer mit mehr als 40 Türmen und sechs Haupttoren. Es gibt den Bettelvogtsturm, Strafturm Pulverturm, Henkersturm, Kummereckturm, Galgentor, Schwefelturm, Faulturm, Sauturm. Die Namen zeugen davon, dass es früher rau zuging! An der Stadtmauer im Bild rechts oben ist der Weiberturm – das Frauengefängnis. Zum Glück ist das Frauengefängnis kleiner als das Männergefängnis im Faulturm – siehe drei Bilder später.
St. Jakobs Kirche mit 2 Türmen
Links die evangelische Spitalkirche. Im Vordergrund der Faulturm – das Gefängnis für Schwerverbrecher.
links oben das Rathaus.
EDFR Rothenburg
Flugplatz Illesheim ETIK der US Army mit Black Hawk, Apache und Chinook.
Rohensaas. Nach dem Fischereiverein gibt’s dort fränkische Spiegelkarpfen, Schuppenkarpfen, Wildkarpfen, Beautykarpfen, Silberkarpfen, Graskarpfen und Marmorkarpfen. Aber auch Äschen, Barben, Nasen, Schleien, Störe. Bei den Raubfischen gibt’s Hecht, Bachforellen, Bachsaiblinge, Goldforellen, Regenbogenforellen, Aale, Barsche, Döbel, Quappen, Waller und Zander.
Quelle: https://www.fischereiverein-rohensaas.de/vereinsgewaesser/fischbesatz-2
Steinbruch vor Burg Feuerstein.
Gefunden – Flugplatz Burg Feuerstein.
Knapp 20 Segler und 2 Robins.
Der Autor mit dem Mose des Sportflieger Clubs Stuttgart.
Bölkow Bo208 Junior mit 100PS, Baujahr 1967. Auf der Hahnweide wurde früher mit Bo208 geschleppt.
Jochen’s Pizza mit Rucola.
Marinara – Sardellen, Oliven und Kapern. Lecker!
Idyllisches Fischteiche – zumindest bis die Fische in die Bratpfanne müssen.
Der Motor steht – und gleich haben wir den Aufwind!
Anflug auf Donzdorf EDPM
Donzdorf, Landung auf der 27.
D-ENIT Piper PA 18-95 – Die Uroma der PA18 ist die Taylor E-2 Cub mit 38PS und hatte ihren Erstflug 1930. Diese Bauform wird nach wie vor gebaut. Kleine Auswahl: Aviat Husky (auch mit 200PS), als UL Savage und als Basis für STOL Wettbewerbsflugzeuge verwendet.
https://www.youtube.com/watch?v=hPakbghLe38
rechts Jochen, links der Autor
Und zum Schluss eine neue Rätselform: Wieviel Flugplätze seht Ihr?

Categories:

Tags:

Comments are closed

Kategorien

Neuste Beiträge