FMH war zu Besuch beim LRS. Was bedeuten die Kürzel? FMH ist der Verein Fliegendes Museum Hahnweide. LRS heißt Luftraum Süd und steht für die LRS steht für die exklusive Eventlocation mit historischer Luftfahrtsammlung von Karl Grimminger am Flugplatz in Aalen Elchingen. Sieger Maier hat den Ausflug eingefädelt – wir waren 20 Besucher – und hin und weg von der Sammlung. Geführt wurden wir von Axel Salat – Karl war gerade woanders auf der Welt.

Die Baugrube für die Halle hatte ich 2017 gesehen – und bestaunt. Das Staunen ging jetzt für mich am 14. März 2026 weiter: Eine riesge Halle, bestückt mit Flugzeugen eins wies nächste in einem Topzustand. Axel hat das Ziel beschrieben: alle Flugzeuge sollen zum Fliegen restauriert werden – und immer im Topzustand sein.

Bis auf eins. Gleich das erste Ausstellungsobjekt ist eine Buchón mit Rolls Royce Merlin Motor. Sie zu einer Me109 umzubauen ist schwierig – weil wenig DB601 verfügbar sind – also darf sie so gebraucht bleiben. Und wir Zuschauer können zum Teil erahnen wieviel Arbeit es ist, einen Zustand nach Vorgabe LRS zu erreichen. Die Buchón ist ein Filmstar – sie flog als BF109 in „Battle of Britain“ und noch anderen Filmen.

Bei Axel fangen die Geschichten bei seiner kurzweiligen Führung oft so an: Dr Karle hod gsagd, dass mr….. Und so wollte er von jedem Flugzeug mit dem Porschemotor PFM 3200 ein Stück – Also eine Mooney M20 und eine Cessna 182 Skylane. Jetzt fehlt eigentlich noch eine Robin DR 400/RP. So was hatte die Fliegergruppe Ebersbach auf der Hahnweide. Aber vorher sind Karl andere Mooneys mit PFM angeboten worden – und er hat jetzt mehrere.

Linker Hand steht eine wunderschöne Miles Hawk Trainer. Auf der anderen Seite des Gangs die gelbe T6. Beide Flugzeuge konnte ich schon in freier Wildbahn sehen. Es war bei Flugplatzfesten in Laichingen.

Wir schlendern weiter und bestaunen eine doppelsitzige Pou de Ciel. Sie sieht gut aus und ist aber noch nicht zugelassen. Das besichtigende Fachpublikum weiß von heiklem Flugeigenschaften, aber Axel ist davon überzeugt, dass sich jede Menge Piloten melden würden, um die Himmelslaus fliegen zu dürfen – wenn sie eine Zulassung hätte.

Karl Buck erinnert an die Himmelslaus von Hermann Frebel. Hermann war Konstrukteur bei WHN (Wolf Hirth Nabern) und hat in seiner Freizeit eine einsitzige Laus gebaut. Sie hängt derzeit in Sinsheim an der Decke.

Dann stehen dicht beieinander eine RF4 und eine Klemm 207, beide sehr schön. Daneben kontrolliert Tilo Details an der D-EDEX, der Privatmaschine Klemm 35 von Wolf Hirth. Von 1957 – 2007 flog sie mit HM506 und 160PS, jetzt mit Walter-Minor 6-Motor.

Es geht weiter zu zwei Pilatus P2 – in blank poliertem Aluminium. Außen an der Bande steht eine weiße De Havilland Dragon Rapid – DH89. Und dazwischen eine Martin und mir bekannte De Havilland Fox Moth – DH83. Sie wurde aus der Tiger Moth DH82 abgeleitet. Das Flugzeug hatten wir 2008 in Goodwood gesehen, Jan Cooper hat es uns gezeigt. Die Geschichte dazu: Der Konstrukteur A.E. Hagg bei De Havilland wollte 1932 ein Flugzeug haben, mit dem er mit Familie und Hund übers Wochenende in sein Ferienhaus fliegen konnte. Er konstruierte einen neuen Rumpf aus Holz. Die Außenhaut der Kabine ist zweifach gewölbt und dadurch sehr steif. Der Holzrumpf ist leichter als der Stahlrohrrumpf der 2 sitzigen Tiger Moth.

Dann durften wir die Werkstatt besichtigen – aber nur mit den Augen kucken. Wir konnten eine Beech Staggerwing in Arbeit sehen, auf den Regalen neben dem Rumpf die neu aufgebauten feinen Ledersitze – in dunkelrot zum etwas helleren rot des Rumpfs – ein Augenschmaus! In der Werkstatt standen noch 2 Tiger Moth Rümpfe und die zweite Dragon Rapid.

Axel hat uns blendend unterhalten mit technischen Details zu den Flugzeugen und einigen witzigen Geschichten dazu. Auch für unser leibliches Wohl hat er gesogt und uns einen Tisch im Flugplatz Restaurant Elchingen reserviert. Ein rundherum gelungener Tag – vielen Dank an die Organisatoren!

Text: woki

Bilder: woki, Christian S. (1), unbekannt in Goodwood (1)

Die FMH’lerinnen und FMH’ler sammeln sich.
Erster Blick durchs Fenster.
Der spanische Lizenzbau Hispano Suiza Buchón mit Rolls Royce Motor darf ihr Alter weiterhin zeigen.
Ihr seht hier eine Filmdiva! Sie durfte eine Bf109 darstellen.
Ka 1
Beech AT11 – die militärische Version der B18. Sie war zum Trainieren von Bombenschützen eingesetzt.
Beech AT11, 2 x Pratt & Whitney R-985-AN-1 Wasp Junior mit je 450PS
Porsche PFM3200, entwickelt ab 1981 aus einem 911er Motor. 212 PS Startleistung, mit Propellergetriebe
Mooney mit Porsche Motor.
Hawker Hurricane, der Motor im Vordergrund gehört nicht zur Hurricane.
North American T-6 – das Standardanfängerflugzeug der Alliierten im Zweiten Weltkrieg
Die T6 in freier Wildbahn: Laichingen Flugplatzfest 2022
Smoke on!
Pilatus P2 mit Argus AS410, 12 Zylindermotor mit 465PS Startleistung
Standard Austria
Im Sportflieger-Club Stuttgart hatten wir so eine SF25B mit Stamo Motor, mit 1,5L Hubraum und 45PS. Die 45 hatte der Motor aber bei einer Drehzahl, die im Motorsegler nie erreicht wurde. Wir hatte wohl so was wie knapp 40PS. Und sind damit gut nach Juist gekommen – und nach Frankreich!
Frühe Klemm 25
Eine Schönheit: Beech Bonanza, Erstflug 1945. Sie trat die Nachfolge einer anderen Schönheit an: B17.
M2W Hawk Trainer, Bj. 1935, De Havilland Gipsy Major 1C
Wieder in Laichingen, 2023. Eine elegante Maschine!
Axel erklärt die Himmelslaus.
Soll einfach zu fliegen sein – so die Idee der Konstrukteure. So genau weiß es eventuell niemand.
Designvergleich Bücker und Miles. Was ist schicker?
Bücker Jungmann, Bölkow 207 und RF4
Die EDEX. Wolf Hirth’s letztes Motorflugzeug.
Tilo kontrolliert.
Französischer Storch: Morane-Saulnier MS 505 Lizenzbau der Fieseler Fi 156 Storch
 Sternmotor Jacobs-R755 mit 305 PS
Bücker Jungmann in vornehmem Mausgrau.
Republic Seabee, ein Amphibium
vorne Musger Mg 19a, Erstflug 1951, Spannweite: 17,60 m, Leergewicht: 303 kg, 0.63 m/s bei 65 Km/h, Gleitzahl: 26 bei 65 km/h. hinten PZL Bielsko SZD-9 Bocian
DH 83 Fox Moth mit Martin und dem Autor.
Das ist doch genial!
Die Fox Moth hat Martin und mich schon 2008 beim Goodwood Revival fasziniert.
Von links: der Autor und Martin in obligatorischer Kleidung.
Jan Cooper erklärt uns das Flugzeug, sie war damals Besitzerin und ist inzwischen gestorben.
Feines Ledergestühl – die Passagiere sind vor Wind und Wetter geschützt. Der Pilot dagegen brauchte damals für den sicheren Flug den Wind auf der Nase.
Jetzt bewundern wir ein Verkehrsflugzeug – die DH 89 – De Havilland Dragon Rapide.
1 Pilot, bis zu 10 Passagiere, Erstflug 1934, 2x De Havilland Gipsy Six mit je 200PS.
Axel erklärt uns die Reißverschlüsse an der Rumpfunterseite: Die Luftfahrtbehörde wollte regelmäßig die unter der Bespannung versteckten Steuerseile sehen – deshalb sind die Reißverschlüsse eingenäht.
Zum Schluss dürfen wir noch die oberen Räume sehen: alles für die exklusiven Events gut bereitet.
Letzte Blicke auf die Sammlung von oben!

Wer jetzt noch nicht genügend Flugzeuge gesehen hat:

Martin und ich haben 2016 das Junkers Museum in Dessau, die Wasa (hier gibt’s nur Schiffe) und den Hangar 10 in Heringsdorf besucht:

https://sportfliegerclub-stuttgart.de/2016/07/mit-dem-motorsegler-nach-stockholm/

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